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Vorsorge - der Gesundheitscheck
Bei den hier aufgeführten Vorsorgeuntersuchungen wird der gesamte Hund von der Schnauze bis zum Schwanz genau betrachtet. Jeder Hundebesitzer sollte dies in regelmässigen Abständen tun, denn so ist man in de Lage auch kleinere Veränderungen schnell zu entdecken, lernt seinen Hund besser kennen. Somit kann man ihn auch besser pflegen. Alle diese Kontrollen sind natürlich vorsichtig durchzuführen und dabei auf die Reaktionen des Hundes zu achten. Sollten sie sich unsicher sein oder können diese Kontrollen selbst nicht durchführen, lassen sie es den Tierarzt machen, denn auch hier gilt: Dieser Gesundheitsscheck ersetzt nicht den Gang zum Tierarzt, sondern dient lediglich zur Kontrolle. Denn nur ein völlig gesunder Hund kann seiner Rasse entsprechend gefordert werden.
Augen Sollten klar sein, ohne vermehrten Tränenfluß, Rötungen oder Trübung. Die Pupillen sollten symmetrisch sein.
Ohren Sollten sauber sein, ohne schmierigen, braunen Belag. Kurz an den Ohren schnuppern, ein vorhandener Geruch kann auf eine Entzündung hinweisen.
Nase Kühl und feucht. Ohne Ausfluß.
Maul, Zähne, Zahnfleisch Zähne sollten frei von Belag sein, die Zwischenräume sauber. Faule und abgebrochene Zähne sind sehr schmerzhaft und sollten vom Tierarzt behandelt werden. Fauliger Atem bei Hunden ist übrigens kein Magenproblem, sondern entsteht fast immer durch einen nicht intakten Kauapparat.
Das Zahnfleisch sollte eine gesunde Färbung aufweisen. Lefzen frei von Rissen.
Die Mandeln werden ebenfalls kontrolliert. Die Zunge wird weit hinten mit einem Finger vorsichtig nach unten gedrückt. Sind diese entzünde, sind sie angeschwollen und stark gerötet, kämpft der Hund mit einer Infektion und das wiederum führt oft zu Leistungsabfall und Fressunlust.
Fell Sollte glatt und glänzend sein. Stumpfes Fell ist oftmals ein Merkmal für unterschiedliche Erkrankungen (Parasiten, Schilddrüse etc.) oder falsche Ernährung.
Haut Sollte auf Hydration überprüft werden. Sie wird an der Schulter oder an den Flanken hochgezogen (vorsichtig bitte). Wenn man sie losläßt, sollte die Haut sofort zurückspringen. Bleibt sie jedoch kurz stehen und glättet sich langsam, ist dies ein Zeichen für Dehydration (zu wenig Flüssigkeit). Die Ursachen können Erbrechen, Fieber, ungenügende Wasseraufnahme oder Nierenprobleme sein.
Ansonsten sollte die Haut nicht gerötet und nicht schuppig sein. Besonders deutlich ist trockene Haut am Schwanzansatz auszumachen. Fell gegen den Strich ziehen und an dieser Stelle kurz über die Haut fahren. Lösen sich Hautpartikel ist die Haut sehr trocken.
Genitalien Sollte auf wunde Stellen, Entzündungen und Vergrößerungen / Tumore untersucht werden. Ein Rüde mit entzündeter Prostata tendiert zu einem kürzerem Gang, der nicht flüssig ist. Auch die Analdrüsen kontrollieren. Muß diese ausgedrückt werden, ist das vom Tierarzt machen zu lassen.
Pfoten Krallen müßen kurz sein, dürfen beim Stehen den Boden nicht berühren. Der Ansatz der Krallen wird auch auf Nagelbettentzündungen kontrolliert.
Die Ballen sollten weich und elastisch sein, keinerlei Risse aufweisen und auch nicht auf Druck schmerzempfindlich reagieren. Es dürfen keine Schwellungen vorhanden sein. Das Gewebe zwischen den Ballen sollte behaart sei. Der Bereich zwischen den Zehen auf Rötungen und Risse untersuchen. Die Zehen sollten ebenfalls auf weiche oder feste Schwellungen untersucht werden. Sehnen, Bänder, Muskeln und Knochen werden nach Anomalien abgetastet. Jedes Gelenk wird vorsichtig auf abnorme Bewegungsspielräume, Flüssigkeit im Gelenk oder ungewöhnliche Wärme kontrolliert. Entdeckt man eine Anomalie dann immer mit der anderen Seite vergleichen. Damit stellt man fest, ob es sich wirklich nur um eine Veränderung handelt oder um eine Eigenart des Hundes.
Gliedmassen Die obere Muskulatur wird auf Schwellungen, Wärme und Schmerzempfindlichkeit kontrolliert. Das Handgelenk wird sanft gebeugt. Dabei achtet man auf Unterschiede zwischen rechter und linker Seite. Auch auf die Reaktion des Hundes achten.
Schulterblätter Sie werden auf Symmetrie und möglichen Muskelschwund abgetastet. Das Schultergelenk wird beurteilt, indem Abtasten und Hals vorsichtig strecken. Bewegung sollte frei sein, während man den Knochen des Oberarmes langsam und vorsichtig nach vorne führt, während man auf das Schulterblatt einen sanften, nach unten gerichteten Druck ausübt. Zeigt der Hund an das es ihm unangenehm ist bzw. der volle Bewegungsspielraum ist nicht gegeben, kann das ein Anzeichen für eine Problemzone sein. Bitte auch hier immer mit der anderen Seite vergleichen.
Kopf und Hals Abtasten, Kopf vorsichtig strecken. Bewegung sollte frei sein.
Knie Werden sorgfältig auf Wasseransammlungen, Schwellungen, Reibungen, Instabilität und Symmetrie abgetastet.
Normalwerte des Hundes in Ruhe
1. Körpertemperatur: 38,0 bis 39,0 °C
2. Atemfrequenz:
große Hunde: ca. 20 bis 30 Atemzüge / Minute kleine Hunde und Welpen: ca. 30 bis 50 Atemzüge / Minute
3. Puls (Herzfrequenz):
große Hunde: ca. 80 Schläge/ Minute: kleine Hunde und Welpen: ca. 80 bis 120 Schläge / Minute:
4. Schleimhäute: rosa
Bei körperlicher Anstrengung steigen diese Werte unterschiedlich stark an bzw. werden die Schleimhäute kräftig rosa.
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