|
Joggen
Joggen ist die sportliche Variante eines ausgedehnten Spazierganges. Hunde werden auch hier mit Geschirr und Ruckdämpferleine ausgerüstet. Mensch mit dem schon erwähnten Bauchgurt.
Nordhunde sind ausdauerndere Läufer und können ein normales Jogging-Tempo ohne größere Probleme mithalten.
Beginnt man mit dem Training, ist es wichtig das Tempo und Streckenlänge langsam zu steigern. Es sollten auf jeden Fall Gehpausen zwischen den Joggingsequenzen eingelegt werden um den Bewegungsapparat bei Mensch und Tier nicht zu sehr anzustrengen.
Und bitte immer daran denken: unsere Hunde haben keine Joggingschuhe! Sie laufen immer Barfuss. Ihre einzige – wenn auch geringe – Abfederung bieten die Fußballen. Deshalb vermeiden wir Asphalt- und Teerstraßen und wählen lieber Wander- oder Feldwege.
Beim Joggen, wie eigentlich bei allen Outdooraktivitäten, ist es wichtig, das der Hund die elementaren Befehle beherrscht. Ich habe die Erfahrung gemacht, das besonders das Kommando “Fuß” dazu beträgt Ruhe in das Laufteam zu bringen. Tejar und Tanana laufen während der Sequenz neben und nicht vor oder hinter mir. In den Gehpausen haben beide immer ausreichend Gelegenheit die Nase in den Weg zu stecken und zu schauen wer denn schon alles da war.
Wenn wir laufen ist dieser Part “Arbeit”, d.h. da möchte ich nicht das sie sich ablenken lassen. Ich erwarte das Augen und Nase auf den Trail (auf und nicht im Weg) sind. Gestartet wird mit “Lauf”, wenn ich eine Gehpause einlege, dann wird der Hundetrab mit “Easy” auf ein Schritttempo gebracht.
Ich halte es für wichtig, bei allen Arbeiten mit dem Hund (Joggen, Fahrrad, Roller) eine Tempoveränderung immer anzukündigen. Dadurch wird plötzliches Rucken an der Leine vermieden und der Hund merkt sehr schnell, daß so lange nichts anderes gesagt wird, er genau das tun soll was er zuletzt als Kommando erhalten hat.
Besonders bei warmen Wetter (über 15 C) ist es ungeheuer wichtig das der Hund genug Flüssigkeit aufgenommen hat, (siehe unter Ernährung – Flüssigkeitszufuhr) um eine Überhitzung zu vermeiden. Meine Lauftouren führen eh immer am Rhein entlang, so das beide auch unterwegs immer wieder Wasser aufnehmen können. Bei Temperaturen über 20 C verzichten wir jedoch auf diese Form von Bewegung.
Gerade Anfängern rate ich, sich ein Lauftagebuch und einen Pulsmesser anzulegen. Dadurch sieht man nicht nur die kleinen Erfolge besser, sondern vermeidet auch sich zu überschätzen. Einer kleiner Tip: Innerhalb der Laufsequenz sollte der Puls 120 Schläge die Minute nicht überschreiten. Hält man sich daran, überfordert man weder sich noch den Hund.
|
|
|