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Fahrrad

Eine gute Bewegungsmöglicheit für Nordische.  
Sie brauchen dazu ein gutes, geländefähiges Rad. Die Leine wird entweder an einer besonderen Zugvorrichtung, die unter dem Lenker montiert wird, oder an einem Bauch- bzw. Brustgurt befestigt. Die Leine läuft dabei über dem Lenker nach vorne zum Hund. Der Hund trägt dabei ein Zuggeschirr.

Das Laufen am Fahrrad will gelernt sein. Der Hund muß Befehle wie “stop”, “langsam”, “rechts”, “links” und “warte” kennen. Das kann man sehr gut bei Spaziergängen üben, indem man z.B. bei jeder Richtungswechsel immer die Richtung mit angibt. Also, nicht einfach den Hund einen Weg entlang führen, sondern bei Fuß führen, ein minimaler kurzer Ruck an der Leine und Richtung angeben. Es ist wichtig, verbal anzukündigen was passiert.

FahrradHunden sollten erst ab dem 9. Monat am Fahrrad mitgenommen werden. Trainiert bzw. gefahren wird hauptsächlich auf Wald- und Feldwegen um die Pfoten und Gelenke nicht zu belasten. Anfangs nur ganz kleine Trainingseinheiten ansetzen. Auch hier hat sich der Einsatz von Ruckdämpferleinen bewährt. Gerade Hunde, die diese Form von Arbeit bzw. Bewegung noch nicht kennen, neigen dazu spontan den Weg zu verlassen, was den Fahrer des Rades oft zu akrobatischen Meisterleistungen nötigt. Der Ruckdämpfer in der Leine kann dann das abrupte Absteigen durchaus verhindern.

Die Leine sollte bei einem Zughund nicht durchhängen. Und.... überholen Sie den Hund nicht mit dem Fahrrad. Ihr vierbeiniger Partner soll sich daran gewöhnen, daß er der Tempogeber ist.

Mit Tejar und Tanana habe ich zwei Trainingspartner am Fahrrad, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Tanana ist der klassische Zughund, der vorn am Fahrrad läuft und zieht, Tejar jedoch zieht so gut wie nie, sondern läuft neben mir, mit durchhängender Leine. Beide sind bei mir am Bauchgurt befestigt und laufen auf der rechten Seite. Ich fahre einzeln mit ihnen, denn ihr Laufrhythmus passt nicht zusammen.

Der Schwerpunkt beim Training mit dem Fahrrad ist nicht nur Ziehen von Gewicht, sondern auch Ausdauer und ausgeglichene Bewegungsabläufe. Ich arbeite mit einem Fahrradcomputer, wo all unsere Daten gespeichert werden. Außerdem wird alles in einem Trainingstagebuch eingetragen. Es wird erst dann gefahren, wenn die Temperaturen unter 15 Grad liegen.

Fahrrad1Im Herbst fangen wir ganz langsam an, 15 Minuten fahren, dann kurze Pause und dann wieder 15 Minuten fahren. Im Winter fahren wir dann bis zu 1,5 Stunde ohne Pausen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei den Touren liegt bei 15 km. Damit kann man keine Pokale gewinnen, doch die Regelmäßigkeit und die Steigerung der gefahrenen Zeit sorgt für einen guten Muskelaufbau und einen stabilen Kreislauf. Ganz wichtig dabei, es macht allen Spaß. Auch hier wieder der Unterschied zwischen den Arbeitseinheiten, wo konzentriert gelaufen wird, ohne Abweichung vom Trail und den Pausen wo geschnüffelt und gebuddelt werden darf.

 

 

 


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