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Blutbild
Blutbilder sagen aus ob ein Hund gesund ist oder nicht. Dennoch kann man sich nicht alleine auf die Blutwerte verlassen. Das äußere Erscheinungsbild und Verhalten des Hundes muß immer gemeinsam mit der Blutanalyse betrachtet werden. Damit der nicht so medizinisch bewanderte Hundebesitzer das Blutbild seines Hundes “lesen” kann, habe ich hier die wichtigsten Bestandteile erläutert. Dies ersetzt jedoch nicht das Gespräch mit den Tierarzt oder befürwortet gar den Versuch seinen Hund selbst zu therapieren.
Aufgaben des Blutes
Atmung – Das Blut bindet den Sauerstoff, der durch die Atmung aufgenommen wird (rote Blutkörperchen). Die Kohlensäure wird über das Blut an die Lungenbläsen abgegeben (Blutplasma).
Ernährung – Das Blut trägt die zum Stoffwechsel notwendigen Nährstoffe an die Gewerbezellen heran.
Entschlackung – Das Blut bringt die Schlackenstoffe des Stoffabbaus an die Orte ihrer Ausscheidung. Lunge gibt Wasserdampf und Kohlensäure ab, die Niere Harnstoff.
Eigenfunktion – Blutgerinnung
Abwehrfunktion – Antikörperbildung
Es ist das Vehikel für Hormone, Antikörper, Vitamine und Enzyme. Auf dem Blutweg werden Wasser und Salze im Körper verteilt, zur Steuerung des osmotischen Druckes der Körperflüssigkeiten. Die mehr oder weniger große Blutversorgung eines Körperteils führt zu einer mehr oder weniger starken Erwärmung und Wärmeabgabe.
Die wichtigsten Bestandteile
Blutkörperchen
Leukozyten (die weißen Blutkörperchen) Sie entstehen hauptsächlich im Knochenmark und in den Lymphknoten. Ihre Aufgaben sind die Bekämpfung von Infektionen und Entzündungen. Ist ihre Anzahl erhöht kann das auf eine Entzündung oder Infektion im Körper hinweisen. Aber auch Stress läßt die Werte nach oben gehen. Niedrige Werte entstehen durch Blutverlust oder können auf eine Erkrankung des Knochenmarks hinweisen.
Erythrozyten (die roten Blukörperchen) Sie entstehen im roten Knochenmark (Wirbelkörper, platte Knochen und Epihysender Röhrenknochen). Ihre Aufgabe ist der Sauerstofftransport, Beteiligung am Kohlensäuretransport und die Regelung der Wassrstoffionenkonzentration des Blutes. Der wichtigste Bestandteil ist das Hämaglobin.
Hämaglobin Es bindet den Sauerstoff und transportiert ihn dorthin, wo er gebraucht wird. Die Ernährung hat maßgeblichen Einfluß auf den Hämoglobingehalt. Ein guter Wert ist die Voraussetzung, daß die Muskeln gut mit Sauerstoff versorgt werden.
Die Verminderung der Mase an Erythrozyten bzw. Hämoglobingehaltes im strömenden Blut sind Folgen eines gestörten Gleichgewichtes zwischen Bildung und Abbau der roten Blutkörperchen. Die Bildung der roten Blutkörperchen können z.b. durch einen Eisenmangel gestört sein. Die Zahl der Erythrozyten ist vermindert, besonders aber der Hämoglobingehalt der einzelnen Erthroyten herabgesetzt.
Hämatokrit Das ist der Wert, der die Konzentration der roten Blutzellen im Blut feststellt. Niedrige Werte können auf Anämie (Bluarmut) hindeuten, was vermuten lassen könnte, daß entweder im Bereich des Knochenmarks oder Körperabwehr Störungen vorliegen. Auch bei einem großen Blutverlust dezimieren sich die roten Blutzellen deutlich. Hohe Werte können eine Dehydration anzeigen (Wasserverlust, Wassermangel). Hochgradige Dehydration kann zu Schock und Tod führen.
Blutplasma Der fibrinogenhaltige flüssige Anteil des Blutes ohne Blutkörperchen und Blutgerinnung. Die wichigsten Stoffe sind Wasser, Salze, Eiweiße, nicht-eiweißhaltige stickstoffartige Substanzen und Nährstoffe.
Elektrolyte Mineralsalze, sind enorm wichtig für das Funktionieren von Nerven- und Muskelzellen. Zu hohe oder zu niedrige Werte können viele Ursachen haben, vor allem aber Nieren- und Drüsen Erkrankungen. Auch Durchfall und Erbrechen können zu einer Elekrtolyte-Verschiebung führen.
Kalium Steuerung von elektr. Vorgängen an Nerven und Muskeln. Kalium ist verantwortlich für die Aufrechterhaltung des Zellwassergehaltes. Zudem wirkt es mit beim Eiweißaufbau und der Kohlenhydratverwertung. Ein Mangel führt u. a. zu einer Störung der Kontraktionsfähigkeit der Muskeln.
Natrium Träger der osmotischen Eigenschaft. Dadurch ist der Hydrationszustand des Körpers stark mit den Natriumbestand verknüpft. Störungen äußern sich als Dehydration.
Eiweiße Bestehen aus Albumine, Globuline und Fibrinogen Albumine ist das am häufigsten vorkommende Protein. Niedrige werte weisen auf Parasiten, Lebererkrankungen oder Ernährungsfehler hin. Globulin ist ein besonders wichtiges Eiweiß. Y-Globuline spielen bei den Abwehrvorgängen des Körpers eine große Rolle. Fibrinogen ist der Ausgangsstoff für die Blutgerinnung.
Gesamteiweiß Dies zeigt die Summe aller Proteinen im strömenden Blut an und ist u.a. Gradmesser für die Leistungsfähigkeit. Stimmen die Werte nicht, ist das meist auf zuviel oder falsches Fett im Futter oder schlecht verdauliches Eiweiß (wird über das Futter aufgenommen, kann aber im darm nicht verarbeitet werden) zurückzuführen. Dieses Fett blockiert im Darm die Annahmestationen (Rezeptoren) die für die Eiweißaufnahme verantwortlich sind. Niedrige Werte können einen Hinweis auf Leber- und Nierenerkrankungen oder aber auch das Vorhandensein von Parasiten sein. Hohe Werte können durch Entzündungen und chronische Krankheiten entstehen.
Glucose Dieser Wert zeigt den Blutzuckerspiegel im strömenden Blut an. Zu niedrige Werte hängen oft mit falscher Ernährung oder Stoffwechselerkrankungen (Diabetes) zusammen. Zu hohe Werte sind Anzeichen von Stress, zuviel Zucker im Futter, Aufregung oder Diabetes.
Normalwerte für Hunde
Hämatologische Werte
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Parameter
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Einheit
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Hund
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Erythrozyten
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T/l (=1012/l)
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5.5-8.5
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Hämatokrit
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l/l
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0.44-0.52
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Hämoglobin
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g/l
|
150-190
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Leukozyten
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G/l (=109/l)
|
6-12
|
|
Segmentkernige
|
%
|
55-75
|
|
Lymphozyten
|
%
|
13-30
|
|
Monozyten
|
%
|
0-4
|
|
Eosinophile
|
%
|
0-6
|
|
Basophile
|
%
|
0
|
|
Stabkernige
|
%
|
0-4
|
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Thrombozyten
|
G/l (=109/l)
|
150-500
|
|
Retikulozyten
|
%
|
0.14-1.48
|
Gerinnungsparameter
|
Parameter
|
Einheit
|
Hund
|
|
Thrombozyten
|
G/l
|
200-400
|
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Quick
|
sec
|
7-12
|
|
PTT
|
sec
|
14-20
|
|
TZ
|
sec
|
7-12
|
|
Fibrinogen
|
g/l
|
1-2,5
|
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Faktor VII
|
%
|
60-180
|
|
Faktor VIII
|
%
|
60-150
|
|
Faktor IX
|
%
|
60-150
|
|
vWF
|
%
|
70-180
|
Enzyme
|
Parameter
|
Einheit
|
Hund
|
|
ALD
|
U/l
|
bis 25
|
|
alpha-HBDH
|
U/l
|
bis 50
|
|
alpha-Amylase
|
U/l
|
bis 1650
|
|
ALT (GPT)
|
U/l
|
bis 55
|
|
AP
|
U/l
|
bis 108
|
|
AST (GOT)
|
U/l
|
bis 25
|
|
Cholinesterase
|
U/l
|
1500-3000
|
|
CK
|
U/l
|
bis 90
|
|
gamma-GT
|
U/l
|
bis 5
|
|
GLDH
|
U/l
|
bis 6
|
|
LDH
|
U/l
|
bis 100
|
|
Lipase
|
U/l
|
bis 300
|
|
SDH
|
U/l
|
bis 2
|
Substrate
|
Parameter
|
Einheit
|
Hund
|
|
Bilirubin, gesamt (I)
|
µmol/l
|
bis 3.4
|
|
Bilirubin,direkt (II)
|
µmol/l
|
bis 2.6
|
|
Cholesterin
|
mmol/l
|
3.1-10.1
|
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Gallensäuren
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µmol/l
|
20, postprandial40
|
|
Eiweiß
|
g/l
|
54-75
|
|
Glucose
|
mmol/l
|
3.05-6.1
|
|
Harnstoff
|
mmol/l
|
3.3-8.3
|
|
Harnsäure
|
µmol/l
|
6.0-65.0
|
|
Kreatinin
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µmol/l
|
35-106
|
|
Lactat
|
mmol/l
|
0.5-0.3
|
|
Triglyceride
|
mmol/l
|
0.29-3.88
|
Elekrotlyte
|
Parameter
|
Einheit
|
Hund
|
|
Calcium
|
mmol/l
|
2.3-3.0
|
|
Chlorid
|
mmol/l
|
96-113
|
|
Eisen
|
µmol/l
|
19.7.-30.4
|
|
Kalium
|
mmol/l
|
3.5-5.1
|
|
Kupfer
|
µmol/l
|
15.7-18.9
|
|
Magnesium
|
mmol/l
|
0.6-1.3
|
|
Natrium
|
mmol/l
|
140-155
|
|
Phosphat
|
mmol/l
|
0.7-1.6
|
|
Zink
|
µmol/l
|
7.7-19.9
|
|
|
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